In dieser Rubrik gibt es Informationen und Neuigkeiten zum Thema
"Pfand auf ökologisch nachteilige Einwegverpackungen",
umgangssprachlich "Dosenpfand" genannt.

Weiter unten gibt zum Thema Dosenpfand diverse Berichte
wie z.B. Pressemeldungen, Journalistenmeinungen sowie Berichte von Betroffenen (z.B. Hersteller, Abfüller etc.).
Zu den Berichten


Hinweis!

Dieser Bereich wurde seit längerer Zeit nicht mehr überarbeitet.
Einige Informationen und Links sind daher möglicherweise nicht mehr aktuell.

 

 


Kritik zum DPG Pfandlogo

Seit 1.Mai 2006 gibt es in Deutschland ein einheitliches nationales Rücknahmesystem
für pfandpflichtige Einwegverpackungen.
Aus diesem Grunde tragen alle betreffenden Verpackungen eines dieser beiden einheitlichen Pfandlogos.


  

Obwohl inzwischen (fast) jedem diese Logos und deren Bedeutung bekannt sind,
halte ich sie bezogen auf Form und Symbolik für absolut unpassend
da es das Thema komplett verfehlt.

Diese Logos wurde aus 304 Entwürfen zum Sieger gekürt.
Der Entwurf stammt von der Grafik-Design Agentur "Kontrapunkt" Düsseldorf.


Das Problem

die Form:

Durch seine rechteckige Form lässt sich dieses Logo nicht in das Design der Verpackung integrieren und sticht optisch unangenehm hervor.
 

die Farbe:

Auch die Farbgestaltung ist nicht optimal gelöst um sie in das Verpackungsdesign zu integrieren. Zwar hat die schmutzig-grau-grüne Spezialfarbe eine Funktion, zum Schutz vor Fälschungen, dennoch passt sie einfach nicht zum Rest der Verpackung.
Ich bin mir sicher, daß es auch eine Möglichkeit gegeben hätte eine unsichtbare Sicherheitsfarbe zu entwickeln.
 

die Symbolik:

Es sind sowohl eine Dose als auch eine Flasche gleichzeitig abgebildet. Dies suggeriert dem Verbraucher er könne jede Verpackung, egal ob Flasche oder Dose, überall abgeben. Dies ist nach der aktuellen Fassung der Verpackungsverordnung jedoch nicht der Fall, da bei der Rücknahme nach Material unterschieden wird. Wo z.B. keine Dosen verkauft werden, müssen demnach auch keine zurückgenommen werden.
 

die Aussagekraft:

Der sehr merkwürdig angebrachte Pfeil erweckt nicht den Eindruck als wenn es sich beim Einwegpfand um einen Rückgabekreislauf handelt und die Verpackung zurückgegeben werden soll.
Dieser Pfeil symbolisiert stattdessen: "Weg damit!"
Dem uninformierten Verbraucher könnte suggeriert werden, daß es sich hierbei um eine Wegwerf-Verpackung handeln könnte.
 

das Pfand:

Da das Logo an sich nicht das aussagt was es sollte, ist z.B. für ausländische Touristen auch nicht zu erkennen, daß es sich hierbei um eine bepfandete Verpackung handelt, da anders als man es aus anderen Ländern her kennt, kein Pfandwert vermerkt ist.
 



 

Die Lösung

Damit nicht irgendwelche Schlaumeier kommen und sagen:
"Na dann mach es doch besser...!!!"
habe ich mir natürlich auch hingesetzt undGedanken darüber gemacht
wie man es hätte besser lösen können.

Ich habe mir auch viele andere Symbole diverser älterer Insellösungen angeschaut und bin zu folgendem Ergebnis gekommen.




Das ist meiner Meinung nach das optimale Pfandlogo.
(hier im Beispiel nur für Dosen).
Es sagt all das aus was es soll. 

die Form:

Durch die runde Form lässt sich dieses Logo perfekt ins Design der Verpackung integrieren, so wie früher z.B. der "Grüne Punkt". Es ist nicht aufdringlich, aber dennoch klar zu erkennen und zu verstehen.
 

die Farbe:

Das obere Beispiel (Mustervorlage) ist farbneutral Grau gehalten. Dieses Grau kann durch jede beliebige Haupt- oder Hintergrundfarbe der Verpackung ersetzt werden.
Alternativ könnten auch diverse Elemente des Logos in der grau-grünen Sicherheitsfarbe gestaltet werden um die Fälschungssicherheit zu gewährleisten
(siehe Beispiele weiter unten).
 

die Symbolik:

Da nur die Dose in diesem Logo dargestellt ist, bei Flaschen dann halt eine Flasche, erkennt der Kunde den Unterschied dieser beiden Verpackungsarten und weiß daher daß er Dosen nur dort zurückgeben kann wo auch Dosen verkauft werden.
 

die Aussagekraft:

Die beiden Pfeile stellen optimal und gut erkennbar den Rückgabekreislauf der Verpackung dar.
 

das Pfand:

Es ist für jedermann leicht zu erkennen, daß es sich bei einer Dose mit diesem Logo um eine pfandpflichtige Verpackung handelt und er bei der Rückgabe 0,25 € zurück erhält.
 



Nachfolgend habe ich hier noch 3 Beispiele wie man das Logo farblich darstellen könnte.

     

 

Beispiel 1 könnte dann als farbiges Logo z.B. an den Eingängen der Geschäfte angebracht werden, wie derzeit auch das DPG-Logo,
damit der Kunde erkennt, daß hier diese Einwegverpackungen entgegengenommen werden.

Die Beispiele 2 und 3 können dann in dieser oder ähnlicher Art auf den Verpackungen angebracht werden.
Hier in Rot gehalten z.B. für Coca-Cola Dosen.

Dieselben Logos nochmal, nur die diemal die Dose in Sicherheitsfarbe.

     

Dose und Pfeile in Sicherheitsfarbe.

     

Logo-Hintergrund in Sicherheitsfarbe.

     

Und hier ein Vergleich wie es auf den Dosen aussehen könnte.
Man könnte es sicher noch etwas größer darstellen, ich habe es hier jedoch der Größe des "FE"-Symbols angepasst.




Für Flaschen würde es dann alternativ ein Logo mit einer Flasche statt der Dose geben.
Ich hatte nur keine Lust auch dafür noch extra ein Logo zu entwerfen, da es im Prinzip ja genau das gleiche ist - nur halt mit einer Flasche drauf.

Wenn ihr auch eure Meinung dazu loswerden wollt, dann könnt ihr das im Forum in der betreffenden Rubrik tun.


 Presseberichte

Dänemark: Verbot von Dosenbier nach 20 Jahren aufgehoben
Bericht über die Aufhebung des Verbots von Einwegverpackungen in Dänemark
(Quelle: vista verde, Januar 2002)


Dosen, die keiner mehr will
"Das Reizwort ist sieben Buchstaben lang. Die erste Silbe, "Trit-" , ist kaum ausgesprochen, da entfährt Wolfgang Hinkel ein Grollen (...).
Wenn er (Trittin) den 300 Beschäftigten (...) denn in die Augen schaute, die jetzt um ihren Job bangen..."

(Quelle: taz, Januar 2003) 


Dosenpfand - Wie machen es die Nachbarn?
"Das in Deutschland heftig umstrittene Dosenpfand löst bei einigen europäischen Nachbarn Kopfschütteln oder ein Schmunzeln über die deutsche "Sortierwut" aus. In vielen Ländern, vor allem den Mittelmeerstaaten, wäre ein Pfand auf Einwegverpackungen nahezu undenkbar."
(Quelle: tagesschau.de, Juni 2003)
 

 
Ein Land im Dosenwahn
"Das Fort Knox der Blechbüchsen"
"Was wäre wenn diese Dosen erzählen könnten? Aber Dosen können nichts erzählen. Und das ist auch gut so. Sonst würden sie verraten, dass heute niemand mehr einen Geldtransporter überfallen muss, um reich zu werden. Es genügt schon ein Laster voller Dosen."

(Quelle: Die Zeit, März 2004)


"Die Dose kehrt zurück"
"Bier in PET-Flaschen hat sich nicht durchgesetzt"
(Quelle: Handelsblatt.com, August 2005)


Coca-Cola Dosen zurück in Supermarktregalen
"Auch unter den Bedingungen des Einwegpfandes registrieren wir eine steigende Nachfrage nach Einwegverpackungen. Wir wollen diese Absatzchancen nutzen und sind überzeugt, dass die Dose künftig wieder eine stärkere Rolle im Markt spielen wird"
(Quelle: Coca-Cola GmbH, September 2005)

Urteil vom 20.10.2005 (12 B 3.05) zum Dosenpfand
"Den auf §§ 8 und 9 der Verpackungsverordnung bezogenen Verstoß gegen Gemeinschaftsrecht habe der EuGH (...) zweifelsfrei festgestellt."
"Die Pfandpflicht verstoße ferner gegen Bundesrecht. Es fehle bereits an einer Ermächtigungsgrundlage."
"Weiter verstoße die Pfandpflicht gegen die Grundrechte der Klägerinnen(...). Die Entscheidung der Klägerinnen als Lebensmittelhändler zugunsten einwegverpackter Getränke sei durch die Berufsfreiheit geschützt. Die Pfandregelungen der Verpackungsverordnung greiffen in diese Entscheidungsfreiheit ein. Der Eingriff sei nicht durch vernünftige Gründe des Gemeinwohls gerechtfertigt. Ein Schutz der Umwelt oder eine Verbesserung der Umweltqualität kämen als Rechtfertigung nicht in Betracht, weil die Verpackungsverordnung zur Erreichung dieser Ziele ungeeignet sei."

(Viel Text - 23289 Wörter! - bitte Zeit mitbringen)
(Quelle: Berlin.de, Oktober 2005)

Coca Cola "Weniger Kalorien als Orangensaft"
"Coca-Cola-Deutschland-Chef Deryck van Rensburg sprach mit der FAZ über dicke Kinder, eine Verdoppelung des Umsatzes und die Rückkehr der Dose."
(Quelle: FAZ.NET, Januar 2006)


Handel patzt erneut beim Dosenpfand
"Dem deutschen Lebensmittelhandel droht am 1. Mai ein Chaos bei der Rücknahme leerer Getränkedosen und Einwegflaschen."
(Quelle: getraenkekarton.de, Februar 2006)

Mit Einweg-Sortiment offene Türen eingerannt
"Trotz Pfand wird sich der Abwärtstrend bei Mehrweg fortsetzen"
(Quelle: getraenkekarton.de, Februar 2006)

Zehn Gründe für die Rückkehr der Getränkedose
"Getränkedosen bieten verschiedene Vorteile, das macht sie beliebt bei Verbrauchern, Handel und Abfüllern."
(Quelle: Verband Metallverpackungen e.V., April 2006)

Dosenpfand: Viel Aufwand, wenig Wirkung
"Ein Anstieg der Mehrwegquote bei allen Getränkesorten ist jedenfalls nicht in Sicht"
(Quelle: getraenkekarton.de, April 2007)

 

Dosenpfand bringt mehr Schaden als Nutzen
"Der damalige Umweltminister Jürgen Trittin drückte das Einwegpfand durch mit dem Ziel,
Dosen und Einwegflaschen ganz aus der Welt zu verbannen.
Heute, nach fünfeinhalb Jahren, ist das in weiterer Ferne als je zuvor."

(Quelle: welt.de, August 2008)

Bundesumweltministerium sieht positive Effekte des Dosenpfands
„Bei dieser Meldung fragt man sich schon nach dem Realitätssinn von Herrn Gabriel! Das Dosenpfand wirkt eben nicht, sondern hat seine Lenkungswirkung verfehlt. Der Anteil an Mehrwegflaschen sinkt kontinuierlich, denn immer mehr Deutsche greifen zur Einwegflasche. Darüber können auch vermeintliche Erfolgsmeldungen des Bundesumweltministeriums nicht hinwegtäuschen“
(Quelle: getraenkekarton.de, Oktober 2008)

Auch in dieser Rubrik bin ich auf eure Hilfe angewiesen. Solltet Ihr irgendwelche neuen Infos rund ums Thema Dosenpfand erfahren oder interessante Pressemeldungen endecken teilt es mit bitte unter Angabe der Quelle mit.


Ehemalige Artikel
(nicht mehr online)

Entscheidung zur Einführung des Zwangspfandes ist falsch
"Das Zwangspfand ist ökonomisch nicht zu rechtfertigen und bringt ökologisch keinen Nutzen."
(Quelle: BVE-online ,März 2002)

Ich war ein Arbeitsplatz (Teil 1)
Ich war ein Arbeitsplatz (Teil 2)
"Am schwersten trifft das Pfand die Dosenindustrie. Der größte deutsche Getränkedosenhersteller Ball, will die Anfang des Jahres eingeführte Kurzarbeit für seine 1000 Beschäftigten bis zum Jahresende verlängern. Das Unternehmen betreibt in Deutschland drei Dosenfabriken und ein Deckelwerk. Wahrscheinlich wird eins der Werke geschlossen werden müssen."
(Quelle: Welt am Sonntag, Juni 2003)

Dosenverbrennung günstiger als Pfandsystem
Dänische Umweltforscher widerlegen Deutsche

"Das Dosenpfand, wie es die deutsche rot-grüne Bundesregierung eingeführt hat, ist nach Ansicht dänischer Wissenschaftler ein Fall für die Tonne. Es mache weder wirtschafts- noch umweltpolitisch Sinn."
(Quelle: Welt am Sonntag ,Mai 2003)

Dem Marktführer fehlt die Strategie (Teil 1)
Dem Marktführer fehlt die Strategie (Teil 2)
" 'Früher war das hier rappelvoll mit Dosen.' Früher, das war vor knapp zwei Jahren, bevor Jürgen Trittin aus Berlin mit diesem 'Scheiß' angefangen hat."
(Quelle: Welt am Sonntag, Oktober 2004)

Das Comeback der Dose
" 'Nur Flaschen trinken aus Dosen', befand das Bundesumweltministerium. Im Januar 2003 kam nach langem Hickhack das Dosenpfand. Einweg-Getränke flogen aus vielen Supermarkt-Regalen. Doch König Kunde hat es sich anders überlegt. Dort, wo er noch die Wahl hat, entscheidet er sich wieder immer öfter für Durstlöscher zum Aufreißen."
(Quelle: Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V., Juli 2005)

Pfand: Verunsicherung bleibt
"Wenn das Pfandsystem in Betrieb geht, wird Mehrweg Geschichte"
(Quelle: Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V., Juli 2005)

"Novelle: Weiß-Blau Marke Trittin"
"Deutschland macht sich international lächerlich."
"Man könnte darüber lachen, wenn es nicht die Verbraucherinnen und Verbraucher wären, die letztlich die Zeche zahlen müssen. Die Kosten werden sich absehbar im Bereich einer halben Milliarde Euro bewegen, die letztlich in den Portemonnaies der Bürgerinnen und Bürger fehlen werden."

(Quelle: Fachverband Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V., Juli 2005)

Pet-Flaschen auf dem Vormarsch
"Die 2003 in Deutschland eingeführte Pfandpflicht auf Einwegverpackungen für Getränke sorgt dafür, dass ausgerechnet die vom Gesetzgeber als ökologisch vorteilhaft eingestufte Kartonverpackung zunehmend aus den Supermarktregalen verschwinden."
(Quelle: getraenkekarton.de, Dezember 2005)

Jobkiller Pfand
"Keiner will zugeben, dass man vor zwei Jahren Mist gebaut hat"
(Quelle: getraenkekarton.de, Januar 2006)

Handel patzt erneut beim Dosenpfand
"Dem deutschen Lebensmittelhandel droht am 1. Mai ein Chaos bei der Rücknahme leerer Getränkedosen und Einwegflaschen."
(Quelle: getraenkekarton.de, Februar 2006)

Zehn Gründe für die Rückkehr der Getränkedose
"Getränkedosen bieten verschiedene Vorteile, das macht sie beliebt bei Verbrauchern, Handel und Abfüllern."
(Quelle: Verband Metallverpackungen e.V., April 2006)

Emnid-Umfrage: Die Getränkedose ist nicht tot
"Umwelthilfe auf dem Holzweg - Ökologischer Lenkungseffekt durch Einwegpfand bleibt aus"
(Quelle: ne-na.de, Mai 2006)

Emnid-Umfrage: Die Getränkedose ist nicht tot
"Umwelthilfe auf dem Holzweg - Ökologischer Lenkungseffekt durch Einwegpfand bleibt aus"
(Quelle: ne-na.de, Mai 2006)

Dosenpfand, Mehrwegschwund und die Aldisierung der Gesellschaft
"Todesspirale für den Mittelstand"
(Quelle: ne-na.de, September 2006)

Dosenpfand entwickelt sich zum Mehrweg-GAU
"Wenn klar werde, dass sich die ökologisch vorteilhaften Getränkeverpackungen im freien Fall befinden und das Dosenpfand sich nachteilig für Mehrweg auswirkt, müsse das Bundesumweltministerium wohl einige Prügel einstecken."
(Quelle: ne-na.de, Dezember 2006)


Ökologisch nachteilige Einweggetränke im Vormarsch
"Das von der Bundesregierung eingeführte Pflichtpfand entwickle sich in der jetzigen Ausgestaltung zu einem Bumerang"
(Quelle: ne-na.de, Januar 2007)

 

 

Dosenpfand-Desaster: Mehrweg verschwindet aus Supermarktregalen
"Schuld an dieser Misere ist die völlig missglückte Dosenpfand-Regelung der Verpackungsverordnung."
(Quelle: pressetext.de, August 2007)

Dosenpfand killt die Mehrwegflasche

"Die Politik hat ein funktionierendes System ohne Not kaputtgemacht und damit ein Desaster angerichtet"
(Quelle: netzeitung.de, August 2008)